5 Tipps für gute Arbeitgeberbewertungen

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GCP Blue Label Blog Arbeitgeberbewertungen
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Arbeitgeberbewertungsplattformen sind heute nicht mehr aus dem Recruiting wegzudenken. Clever genutzt haben Sie das Potential, Ihnen als authentische und kostenlose Personalmarketing-Instrumente zu dienen. Über Sinn und Unsinn lässt sich zwar immer streiten, doch eines ist klar: ob es Ihrer persönlichen Meinung nach Sinn macht oder nicht spielt keine wesentliche Rolle mehr. Für zukünftige Arbeitnehmer*innen sind Arbeitgeberbewertungen relevant und gewinnen zunehmend an Bedeutung, vergleichbar mit den Rezessionen von Google für Dienstleister oder TripAdvisor für Hotels, Restaurants und dergleichen. Gerne teilen wir mit Ihnen 6 Tipps, mit welchen Sie den Grundstein für positive Arbeitgeberbewertungen legen und wie Sie bei negativen Bewertungen reagieren können.

Was sind Arbeitgeberbewertungen und wo findet man sie?

Arbeitgeberbewertungen sind genau das, was uns das Wort weiss macht. Mitarbeiter*innen geben online ihr Urteil über ihren jeweiligen (ehemaligen) Arbeitgeber ab, welches dann im World Wide Web allen Nutzern zur Verfügung steht. Je nach Plattform sind die Beurteilungen strukturiert oder eher pauschal gehalten, aber im Wesentlichen gibt man zwischen ein bis fünf Sternen pro Arbeitgeber oder einzelnem Kriterium an, was dann zum Gesamtergebnis führt.

kununu war einer der Pioniere in diesem Bereich. Dass nicht mehr ausschliesslich Unternehmen von sich als Arbeitgeber erzählen und sich nach Belieben positionierten, sondern wahrhaftige Mitarbeiter ihre ehrliche Meinung kundtaten war damals absolut revolutionär. Die heutigen Zahlen unterstreichen die Relevanz deutlich: über 4,4 Millionen Bewertungen zu bald einer Million Arbeitgebern in Europa. Die Kriterien von kununu treffen die Neugier und Aufmerksamkeit der Nutzer – und sollten auch im Führungsteam eines Unternehmens die entsprechende Priorität geniessen. Hier der Überblick der Kriterien anhand des Beispiels «kununu als Arbeitgeber»:

Tipp 1: Unternehmensprofile aktiv verwalten

Viele Unternehmer*innen haben den Task «Arbeitgeberbewertungen» gar nicht erst präsent. Seien wir ehrlich: wenn alles gut läuft und Sie Ihre Vakanzen mit Leichtigkeit besetzen können, kümmern Sie sich kaum um «Ihr» Arbeitgeberprofil auf kununu, jobs.ch, glassdoor oder weiteren Plattformen. Es gehört nicht zum Tagesgeschäft und der Leidensdruck ist nicht da – im Gegensatz zu den Dutzenden Pendenzen, welche alle auf Ihre dringende Erledigung warten. Also wird das Thema in der Prioritätenliste nach hinten geschoben, immer und immer wieder. Ein fataler Fehler, wie wir finden. Unser Tipp: Nehmen Sie sich monatlich eine Stunde Zeit und durchforsten Sie die gängigsten Arbeitgeberprofile Ihres Unternehmens. Diese könnten sein:

  • kununu
  • jobs.ch
  • glassdoor
  • indeed.ch

Ja, das Pareto-Prinzip hilft. Und Sie werden überrascht sein, welche neuen Informationen Sie von Ihren eigenen Mitarbeitenden online über Ihr Unternehmen und dessen Kultur erfahren werden. Und damit nicht genug: mittlerweile tauschen sich Mitarbeiter*innen neben Themen wie der Unternehmenskultur, Vorgesetztenverhalten etc. gerne auch offen über ihre Gehälter aus. Bisher sprachen wir jeweils vom «gläsernen» Kunden oder Verkäufer. Auch bei Arbeitgebern macht dieser Trend keinen Halt. Im Gegenteil. Lassen Sie sich aktiv darauf ein und schauen sie nicht nur zu.

Tipp 2: Zeigen Sie Ihren Mitarbeiter*innen Ihre Wertschätzung

Sie sehen es selbst: die Kriterien sprechen eine klare Sprache. Das Salär oder die Arbeitsbedingungen spielen selbstverständlich immer eine Rolle, aber der Schwerpunkt liegt auf den «soften» Faktoren: die Unternehmenskultur mit Betriebsklima und Vielfalt. Und: dem Bewerbungsprozess. Das sind für versierte Personalfachleute keine Überraschung, aber dennoch die häufigsten Punkte, die negativ bewertet werden. Ihre Aufmerksamkeit wollen wir hier speziell auf den Punkt «Bewerbungsprozess» richten. Wie in vergangenen Blue Label Blog Beiträgen erwähnt, zählt bereits das Bewerbungsverfahren zum Image eines Unternehmens und prägt dieses mit. Grundsätzlich immer, doch besonders in Zeiten des Fachkräftemangels trotz schwieriger Wettbewerbsbedingungen empfehlen wir mit Nachdruck, jeden Bewerber – passend oder nicht – ernst zu nehmen und respektvoll zu behandeln. Absagen zu senden und gemachte Versprechen einzuhalten ist das mindeste. Damit Ihre Arbeitgeberbeurteilungen gut ausfallen, stehen Ihre Mitarbeiter jedoch an oberster Stelle. Behandeln Sie diese im Arbeitsalltag mit Respekt, binden Sie sie ein, führen Sie nach modernen Massstäben und wertschätzen Sie Ihre Mitarbeiter*innen aufrichtig, offen und aktiv – wo angebracht. Und nein, keine Tricks auf der Welt helfen sonst, Ihre Bewertungen besser zu machen ausser als Arbeitgeber auch tatsächlich gut zu sein oder besser zu werden.

Tipp 3: Nehmen Sie die Inhalte ernst

Es gibt immer noch sehr viele HR-Fachleute oder Führungskräfte, welche Arbeitgeberbewertungsplattformen nicht ernst nehmen und nur als Katalysator für frustrierte und enttäuschte ehemalige Mitarbeiter sehen. Doch hier gilt, ähnlich wie bei Kundenbewertungen, das Prinzip, dass man sich 8-mal eher negativ äussert, bevor man etwas positives weitergibt. Heute findet man auf solchen Plattformen eine kunterbunte Mischung an Meinungen und Statements. Diese hat nicht irgendjemand erfunden, sie wurden von Menschen geschrieben, deren Emotionen Sie als Unternehmen soweit berührt haben, dass sie sich tatsächlich auch die Zeit nehmen eine Bewertung abzugeben, um zukünftige Mitmenschen aufzuklären – im Guten wie im Schlechten.

Tipp 4: Kommentieren erwünscht, aber bitte mit Stil

Wenn Sie Arbeitgeberprofile aktiv pflegen, gehört die Kommentarfunktion von Bewertungen ganz klar zu Ihren Aufgaben. Nehmen Sie diese Möglichkeit als super Chance wahr. Bedanken Sie sich für positive Kommentare oder bei ehemaligen Mitarbeitenden für deren Wirken für Ihr Unternehmen. Alles Gute für die Zukunft wünschen kommt auch immer gut an. Und: Gerade bei negativen Kommentaren sollten Sie reagieren, sogar unbedingt! Seien Sie konstruktiv und offen für Kritik – am besten funktioniert es, wenn Sie relevante Punkte aufnehmen und möglicherweise bei einer Mitarbeiterinfo oder im Führungsteam behandeln. Lange Rede, kurzer Sinn: ehrlich währt am längsten – und besten. Schreiben Sie nur Kommentare, welche auch ehrlich gemeint sind – politisch korrekt ist auch in Ordnung.

Tipp 5: keine Fake-News!

Schon klar, solche Bewertungen sind keine News. Dennoch: verkneifen Sie sich unbedingt die Idee, Fake-Bewertungen zu organisieren, welche nur dazu dienen, Ihr Unternehmen besser dastehen zu lassen. Sie mögen gute Absichten haben, doch setzen Sie Ihre Energie lieber dort ein, wo sie Ihnen und Ihrem Unternehmen auch wirklich hilft: bei Ihren Mitarbeiter*innen. Mit gefälschten Arbeitgeberbewertungen laufen Sie Gefahr, Ihre Reputation oder sogar Glaubwürdigkeit zu verlieren. Nicht nur die Sozialen Medien zeigen mit grossen Nachwehen anhand der aktuellen Wahlen in Amerika deutlich, wie vernichtend Falschaussagen wirken können. Glauben Sie uns: Im Netz haben Lügen noch viel kürzere Beine.

Dieses Thema wurde als Idee für unseren Blog gewünscht, vielen Dank für den Input und Ihnen herzlichen Dank für Ihre geschätzte Zeit. Gerne finden Sie untenstehend weitere Blog-Beiträge, welche Ihnen und Ihrem Unternehmen bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften helfen. Wenn Sie immer auf dem neusten Stand sein möchten freuen wir uns über Ihre Anmeldung zu unserem monatlichen Newsletter oder Ihre persönliche Kontaktaufnahme.

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