Nicht lineare Lebensläufe: Chance nutzen!

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Nicht lineare Lebensläufe: Chance nutzen! Wegweiser "Old Way & New Way"
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Erinnern Sie sich an die Zeiten, in welchen auf praktisch jede Stellenanzeige mindestens dutzende Bewerbungen ohne grossen Aufwand im Personalbüro eingingen und man als Arbeitgeber die Qual der Wahl hatte? Nun, diese Zeiten sind – zumindest für Schlüsselpositionen – in vielen Branchen vorbei. Es herrscht Fachkräftemangel – seit Corona teilweise akut. Dieser Fachkräftemangel wird von Unternehmen partiell unbewusst noch verschärft, weil an der Vorstellung von “Mr oder Mrs Perfect” festhalten wird. Nicht lineare Lebensläufe, Brüche im CV oder vollständige Richtungswechsel in der Karriere werden häufig noch kritisch beäugt und schon im Stapel aussortiert. Unserer Meinung nach zu Unrecht. Wir empfehlen Ihnen: packen Sie die Chance von nicht-linearen Lebensläufen und gewinnen Sie damit gleich doppelt!

Mut zur Lücke ist oft «Mut zu Leben»

Zugegeben, vor 10, 15 Jahren hätten auch wir CVs von Bewerber:innen mit einem unerklärten «Loch» im Lebenslauf ebenfalls noch ungefragt aussortiert. Doch mit den sich ändernden Marktverhältnissen vom ehemals Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt und besonders der «neuen Art zu Leben» gehört dieser Grundsatz endgültig der Vergangenheit an und so beschäftigen wir uns heute mehr als jemals zuvor mit nicht linearen Lebensläufen.

Eine Weltreise, ein Sabbatical oder eine Auszeit um sich um Familie, Freunde oder auch sich selbst zu kümmern sprechen in unserer schnelllebigen und anspruchsvollen Zeit nicht mehr gegen sondern können sogar für Kadidat:innen. Den Ausgleich im Alltag zu finden empfingen immer mehr Menschen als durchaus herausfordernd. Zwischendurch den «Reset»-Knopf zu drücken darf daher als durchaus gesund werden. Vorbei sind die Zeiten, in welchen eine Lücke im Lebenslauf zwingend mangelnde Disziplin oder Zuverlässigkeit bedeuteten.

Selbstverständlich würden wir auch heute noch einen CV mit vielen Lücken kritisch beäugen, doch jede:r Kandidat:in ist einmalig – man darf sich diesen Punkt auch bei stapelweise Bewerbungen gerne nochmals bewusst machen.

Quereinsteiger:innen als Gewinn

«Wer nicht wagt, der nicht gewinnt», sagt ein altes Sprichwort. Gerade Mitarbeiter:innen, welche den gewohnten Beruf verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen, haben in der Regel ein enorm hohes Mass an Eigenmotivation und wollen sich nicht nur beweisen, sondern aktiv einen Beitrag leisten oder ihrem Berufsleben einen tieferen Sinn geben. Unserer Erfahrung scheitern Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeziehungen deutlich mehr an den Soft Skills als an den fachlichen Leistungen. Und jede Führungsperson weiss bestimmt, dass es häufig einfacher das Können einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter zu entwickeln als das Verhalten in sozialen Fragen zu ändern.

«Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.» [Loazi]

Wir möchten die langjährigen Mitarbeiter mit Sicherheit nicht herabstufen – niemals. Dass sich jedoch nach jahrelanger Tätigkeit im gleichen Umfeld eine gewisse Routine einschleicht, ist nur menschlich. Quereinsteiger haben den Vorteil, viel frischen Wind mitzubringen und alte Mechanismen und Prozesse auf ihren effektiven Nutzen oder Zweck zu untersuchen. Abläufe zu hinterfragen hat selten einem Unternehmen geschadet.

Der goldene Talar ist nicht alles

Selbstverständlich sind akademische Abschlüsse oder Weiterbildungen in ausgesuchten Berufsgruppen entscheidend. Wir würden niemanden als Anwältin beauftragen, die nicht die entsprechende Zulassung hat und keinen Bauleiter, welcher bisher ausschliesslich «Schreibtischtäter» war. Bei Fachkräften, Spezialisten und dergleichen zählt dieser Tipp nicht pauschal. Doch bei Führungskräften darf man gerne über den Tellerrand hinausschauen. Um Ingenieure zu führen, braucht man keiner zu sein. Um eine Autogarage zu führen sind soziale und betriebswirtschaftliche Kenntnisse mehr von Nutzen als das Wissen als Mechatroniker oder Autoverkäufer. Natürlich darf das Interesse am Metier nicht fehlen, aber ein Killerkriterium ist es für uns schon lange nicht mehr.

Wie sind Ihre Erfahrungen bisher? Wünschen Sie sich einen «Tapetenwechsel» und dafür einen Sparringpartner? Gerne stehen wir Ihnen als Partner dafür jederzeit zur Verfügung.

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